DMR – Konfiguration und Betrieb

Übersicht

Versionskontrolle

Datum Version Änderungen
2018-07-06 0.7 Ergänzungen / neuer Inhalt:
– neuer Abschnitt "Aufbau einer DMR Simplex-Verbindung"
– neuer Abschnitt "Aufbau eines Private Call via Repeater"
2018-07-07 0.8 Ergänzungen / neuer Inhalt:
– neuer Abschnitt "Latenzen im DMR Betrieb"
– neuer Abschnitt "DMR Etikette"
– Aktualisierung des Kapitels "Ungeklärte Fragen"
2018-07-11 0.9 Ergänzungen / neuer Inhalt:
– Neuer Abschnitt "Datentransfer vom PC zum AnyTone D868UV"
– Ergänzungen zu "Aufbau eines Private Call via Repeater" nach Tests mit DK5KC et al.
2018-07-13 1.0 Ergänzungen / neuer Inhalt:
– Neuer Abschnitt "Einstellungen unter Optional Settings – Digital Fun"
– Neuer Abschnitt "Datentransfer zwischen Geräten mit unterschiedlicher Firmwareversion"; Ergebnisse bei DD3KF hierzu stehen noch aus
– Neuer Abschnitt "FAQ"; hierzu fehlt noch Feedback durch DL9KAW

Abschnitte, die am Anfang mit 3 roten Fragezeichen ??? markiert sind, signalisieren Bedarf nach Recherche bzw. Tests. OMs mit einem AnyTone D868UV werden hiermit um Hilfe gebeten.

Einleitung

Ausgangssituation

Fabrikneue DMR Handfunkgeräte aus chinesicher Produktion sind heutzutage für weniger als EUR 170 zu erstehen, während die analog arbeitenden Geräte der historisch etablierten Hersteller von Amateurfunkgeräten (namentlich Icom, Kenwood, Yaesu) sich immer noch oberhalb von EUR 400 bewegen. Während letztere üblicherweise praxisorientierte Handbücher für alle Betriebsarten sowohl gedruckt wie auch zum Download mit durchschnittlich 100 und mehr Seiten bereitstellen, kann man die Dokumentation auf der DMR Seite getrost als dürftig bezeichnen; auf den praktischen Einsatz wird überhaupt nicht eingegangen. Die Übersetzungen ins Englische (Anm.: manchmal auch Chinglish) für Handbücher, die Wahl der Begriffe ohne Erläuterung sowie Design und Logik der Programmiersoftware lassen viele Wünsche offen; selbsterklärend sind werder die Geräte selbst noch die Software. Dies gilt übrigens für alle Funkgeräte aus chinesischer Produktion. Ein Kundensupport, der diese Bezeichnung auch verdient, durch den Hersteller existiert nicht. Schulungsunterlagen für diese China-Exporte, zumindest für die Handfunkgeräte, gibt es ebenso wenig.

Gibt es einmal ein Software-Update für die Codeplug Programmier-Software – meist in Verbindung mit einem Firmware-Upgrade –, dann erscheint nirgendwo ein konsolidiertes Handbuch für den Nutzer. Man ist also gezwungen, sich über alle Update-Informationen selbst (!) eine Liste der Merkmale und der Bedienung anzulegen und diese Information ständig zu pflegen. Spätestens hier sollte aufgrund des experimentellen Charakters der Amateur-Gedanke einsetzen.

Viele OMs fragen sich, warum die Programmierung eines DMR-Gerätes so kompliziert und umständlich ist. Die Anwort hierzu ist eigentlich sehr einfach: diese Geräte wurden ausschließlich für den Betriebsfunk im kommerziellen Bereich entwickelt, wo der Benutzer unter keinen Umständen die Konfiguration verstellen darf, die von einer zentralen Stelle aufgesetzt wurde. An den wenig lukrativen Markt der Funkamateure hat dabei niemand gedacht. Funkamateure würden digitale Geräte anders konzipieren (Beispiel: Fusion C4FM und D-Star). Aber schließlich waren es ausgerechnet Funkamateure, die neugierig und engagiert waren, die kommerzielle Hardware für sich zu nutzen.

Der Einzug der digitalen Sprachübertragung bringt diverse Besonderheiten, Vorteile, aber auch Konsequenzen bzw. Einschränkungen mit sich, die man verstehen sollte. Und diese Veränderungen sind weitaus grösser, als einstmals der Umstieg von AM-Modulation auf SSB in den Anfangszeiten des Amateurfunks.

Zielsetzung

Mit dieser Dokumentation wird der Versuch unternommen, neuen Nutzern von DMR Handfunkgeräten unter die Arme zu greifen; sie sollen in die Lage versetzt werden, das Gerät selbst so zu konfigurieren, dass ein möglichst problemloser Betrieb möglich ist.

Warnung: Wer glaubt, mit dem Einstiegspreis von EUR 160 für die Hardware und dem Download irgendeines Codeplugs aus dem Internet sofort auf Sendung gehen zu können, ist gut beraten, den Kauf zu wandeln und sich das Geld erstatten zu lassen. Dies ist keine Arroganz, sondern soll nur ganz pragmatisch die Erwartungshaltung anpassen an die Komplexität der Zusammenhänge und Abhängigkeiten.

Die hier aufgesammelten Tipps stammen von zuerst frustrierten, dann aber doch engagierten und immer noch lernenden Funkamateuren. Diese Anleitung kann somit nicht perfekt sein, sondern muss ggf. mit Wandel von Technik und Erfahrung immer wieder überarbeitet werden.

Soweit wie möglich erscheinen Verweise auf weiterführende Literatur bzw. Links – als Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Informationsssammlung ist kein Lehrbuch zum Thema DMR.

Als Muster stand hier zunächst einmal das Gerät AnyTone AT-D868UV bereit sowie ein CS700 von Connect Systems. Das erstgenannte Gerät weist in der Bedienerführung eine erstaunliche Ähnlichkeit mit der von Hytera Handgeräten auf.

Es gibt unterschieldliche digitale Netze, die teilweise miteinander gekoppelt sind. Hier wird versucht, sowohl DMR / DMR+ wie auch Brandmeister zu berücksichtigen.

Alle Tests wurden mit DB0WA als Repeater vorgenommen, einfach aufgrund der Nähe zum Repeater und weil dieser Repeater 2 Netze unterstützt. Soweit wie möglich sollen auch Besonderheiten erwähnt werden.

Weiterführende Links zu DMR:

Informationen speziell zum AnyTone D868UV:

Darüberhinaus gibt es von einem der beiden grossen Distributoren in den USA ein Yahoo Forum ("csidmr"), in dem sporadisch einmal Beiträge zum CPS D868UVE aufgetaucht sind. Es handelt sich hierbei um Versionen, die inzwischen veraltet sind. Ansonsten konnten in diesem Forum keine weiteren Informationen zum AT-D868UV gefunden werden; die Yahoo Suchmaschine fand auch ansonsten keine Foren-Beiträge speziell zu diesem Funkgerät.

Voraussetzungen beim Leser

Hier wird vorausgesetzt, dass sich der Leser mit folgenden Begriffen vertraut gemacht hat:

Ferner wird vorausgesetzt, dass der Leser bereits über eine weltweit eindeutige DMR ID registriert ist.

Hinweis: Es gibt weltweit nur eine DMR-ID für die behandelte digitale Art der Kommunikation und diese ist gleichermaßen gültig für DMR-MARC, DMRplus und BandMeister (Anm.: ein lizensierter Funkamateur kann in Sonderfällen mehrere DMR-IDs beantragen). Somit muss man sich als Neuling nur ein einziges Mal registrieren. Unabhängig davon mag auch noch die Registrierung für Dashboards nötig sein, wenn man Statistiken abrufen will; aber dies ist völlig unabhängig vom Betrieb auf der HF-Seite.

Anmerkung: Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, wird feststellen, dass ein Grossteil der vorhandenen Dokumentation nur in Englisch verfügbar ist. Man muss sich der Tatsache stellen, dass zwar ca. 100 Millionen Erdbewohner Deutsch sprechen, aber etwas mehr als 1,5 Milliarden Menschen English verstehen.

Bitte um Mithilfe

Die Gesamtdokumentation ist nur so gut wie die fachliche Qualität der Beitrage. Wer mit Informationen und/oder Korrekturen oder Verweisen zur Verbesserung beitragen möchte, ist herzlich gebeten, sich mit dem Autor in Verbindung zu setzen.

Abkürzungen

Erstellung eines Codeplug

Warnung: Ein großer deutscher Amateurfunkhändler bietet auf seiner Verkaufsseite zum AnyTone D868UV einen Demo-Codeplug an. Diese Datei ist wirklich nur zum Studium geeignet. Für den praktischen Einsatz ist diese Datei nur bedingt hilfreich, einmal wegen der Größe des Codeplugs und seiner Fehler in der unsinnig und fehlerhaft gefüllten "Digital Contact List".

Sammlung der Basisdaten

Liste der Talkgroups:

Mithilfe der Informationen aus den o.g. Seiten (es gibt noch weit mehr Quellen mit größtenteils redundanten Datensätzen) erstellt man sich zweckmäßigerweise erst einmal eine Tabelle (z.B. OpenOffice/LibreOffice Calc) und sortiert die Angaben, um eine bessere Übersicht zu erhalten.

Größe einiger Datenfelder

Schon wenn man die Basisdaten einsammelt, dann sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Namen man für Talkgroups, Kanäle, Kontakte etc. vergeben will. Benutzt man die vom Hersteller bereitgestellte Software zur Programmierung, so werden die max. Feldlängen automatisch eingehalten. Bei der Datensammlung in Tabellenform (spreadsheets), muss man dies selbst kontrollieren.

Tabelle "Talk Groups"

Feldname Feldlänge
Radio ID 8 Ziffern
Name 16 Zeichen
Call Type
Call Alert

Tabelle "Digital Contact List"

Feldname Feldlänge
Radio ID 8 Ziffern
Callsign 8 Zeichen
Name 16 Zeichen
City 15 Zeichen
State 16 Zeichen
Country 16 Zeichen
Remarks 16 Zeichen
Call Type
Call Alert

Wenn man die Liste der Talk Groups auch vorab in einer Tabelle erstellen, diese dann in eine ".csv" Datei exportieren und mithilfe der Programmiersoftware des Geräteherstellers in den Codeplug übertragen. Damit ist es möglich, die Liste zu sortieren. Wenn erst einmal Kanäle für den digitalen Betrieb erstellt wurden, können die Talk Groups nur noch erweitert werden. Sortieren und Einfügen erlaubt die Software nicht, weil dann alle Definitionen der Channel rückwärts korrigiert werden müssten (s.a. referentielle Integrität).


Beispieltabelle der präferierten Talk Groups

Beim Export der Tabelle in eine ".csv" Datei sind folgende Einstellungen hilfreich:

Das Ergebnis sollte wie folgt aussehen:

"No.","Radio ID","Name","Call Type","Call Alert"
"1","1","1 WW","Group Call","None"
"2","2","2 Europe","Group Call","None"
"3","3","3 North Am.","Group Call","None"
"4","4","4 AS","Group Call","None"
"5","5","5 Oceania","Group Call","None"
"6","6","6 Africa","Group Call","None"
"7","7","7 South Am.","Group Call","None"
"8","8","8 Regional","Group Call","None"
"9","9","9 Local","Group Call","None"
"10","10","10 WW German","Group Call","None"
"11","20","20 EU German","Group Call","None"
"12","23","23 EU English","Group Call","None"
"13","33","33 NA English","Group Call","None"
"14","91","91 BM WW","Group Call","None"
"15","92","92 BM Europe","Group Call","None"
"16","93","93 BM N. America","Group Call","None"
"17","94","94 BM Asia, ME","Group Call","None"
"18","95","95 BM Australia","Group Call","None"
"19","110","110 WW German","Group Call","None"

Eine komprimierte Version der kompletten Tabelle mit bevorzugten Einträgen hier erhältlich:

Anmerkung für Nutzer eines PCs mit dem kostenpflichtigen und kostenträchtigen Betriebssystem M$ Windows: die Archivdatei kann man problemlos mit dem OpenSource Programm 7zip auspacken.

Zum Upload mit einer ".csv" Datei geht man am besten vor wie im AT-D868UV CodePlug Programming Guide beschrieben.

Reihenfolge der Datenerfassung für ein Codeplug

Anwender des AnyTone AT-D868UV sollten unbedingt die folgende Dokumentation lesen:

Schaut man sich die Programmiersoftware selbst unterschiedlicher DMR-Gerätehersteller an, so folgt diese immer wieder dem gleichen Schema:

  1. Immer zuerst erfolgt der Aufbau der Liste von "Talk Groups"; diese Liste muss sowohl Einträge für DMR wie auch für Brandmeister beinhalten.

  2. Als nächstes wird eine sog. "Receive Group Call List" angelegt, die auf die o.g. "Talk Groups" verweist.

  3. Erst jetzt darf die Liste Channel aufgebaut werden, die sowohl Daten zu digitalen wie auch analogen Kanälen aufnimmt. Diese Liste greift wiederum auf die zuvor genannten Tabellen zu.

  4. Ganz oben in der Hierachie stehen die Zones – eine Zusammenfassung von Kanälen (Channel).

Der hier geschilderte Zusammenbau eines Codeplug ist bei allen DMR-Geräten gleich. Dabei wacht die Hersteller-Software über die sog. referentielle Integrität der Daten.

Hierzu muss man verstehen, dass ein Codeplug nichts anderes ist als eine Liste von binären Daten, die im Speicher des Funkgerätes abgelegt werden. Die CPU des Gerätes sieht weder Rufzeichen noch Namen, sondern nur Verweise (pointer) auf zugeordnete binäre Datenstrukturen. Verletzt man – bewusst oder unbewusst – diese Regeln zur Kodierung, bleibt die CPU stehen oder wird in eine Endlos-Schleife geschickt. Im Englischen wird so schön formuliert: "you have bricked your rig", übersetzt: "Sie habe ihren Transceiver in einen Ziegelstein verwandelt". Im günstigsten Fall kann man das Gerät dann noch versuchen, das Gerät mit einem Hardware Reset wieder zum Leben zu erwecken.

Diese strikt einzuhaltende Reihenfolge der Dateneingabe ergibt sich keineswegs automatisch, wenn man die Programmiersoftware des Herstellers öffnet:


Tabellenstruktur in der Software für AnyTone D868UV

Die folgenden Tabellen weisen keine Abhängigkeiten zu den vorgenannten auf und können daher jederzeit unabhängig bearbeitet werden:

Daten für die Talk Groups

Hier gilt es, sich getrennt für DMR MARC / DMR+ und für Brandmeister eine Liste der präferierten Talkgroups zusammenzustellen. Am besten orientiert man sich an der Dokumentation für den jeweiligen ortsnahen Repeater (oder den Repeater im Urlaubsgebiet). Im Fall der Repeater DB0WA und PI1ZLB ist dies vorbildlich dokumentiert. Leider gibt es aber Repeater, deren jeweilige SysOps sich auffallend diskret verhalten. Hier hilft nur ausprobieren oder aber man versucht, vom SysOp per E-Mail eine Erleuchtung zu erhalten.

Hier einige positive Beispiele, die das Leben besonders leicht gestalten:

Hier noch einige Links, um Talk Groups der verschiedenen Netze aufzusammeln:

Daten für die Digital Contact List

Mit fast jeder neuen Generation von DMR Handfunkgeräten wird der Speicher vergößert. Als Beispiel möge hier wieder AnyTone D868UV dienen: das Gerät kann max. 20.000 Kontakte speichern.

Welchen Sinn der Versuch macht, sich die Liste aller OMs mit DMR-ID in die Handfunke zu laden (vor denen nur ein Bruchteil aktiv ist), erschließt sich nicht auf Anhieb; das muss jeder für sich entscheiden.

Tipp: Erfahrungsgemäß ändern sich Kontakte nicht so häufig wie z.B. Kanallisten oder Zonen. Zumindest beim AnyTone D868UV kann man beim Hochladen eines Codeplugs die Aktualisierung der Kontakte explizit abwählen. Dies spart Zeit und schont den Speicher (s. Abschnitt "Codeplug übertragen").

Die Einträge der Digital Contact List bietet allerdings folgende Vorteile, sobald ein in der Liste enthaltener OM in einer Talk Group gerade aktiv ist:

Prinzipiell ist es möglich, Kontakte über eine ".csv" Datei zu importieren. Im Voraus sollte man allerdings auf die max. Größe der Felder achten (s.a. Tabelle "Digital Contact List").

Im Juni 2018 gab es ca. 9050 DMR-IDs für OMs in Deutschland; ein Upload wäre also möglich. Man sollte aber tunlichst darauf achten, keine Sonderzeichen und landesspezifische Sonderzeichen (Umlaute) enthalten.

Prinzipiell sind Listen über DMR User an 2 Stellen abrufbar:

  1. DMR-MARC Database
    1. User Static CSV "users.csv": https://radioid.net/static/users.csv
    2. User Static Quoted CSV "users_quoted.csv": https://radioid.net/static/users_quoted.csv

  2. Ham-Digital.org
    1. DMR User ID List in CVS format (ID;call;)
      https://ham-digital.org/status/dmrid.dat

Der Unterschied zwischen diesen beiden Dateien, die syntaktisch identisch sind:

  1. die US-amerikanische Datei enthält
    1. keine DMR-IDs außerhalb der USA
    2. Vor- und Nachnamen,
    3. Wohnort
    4. Bundesstaat
    5. Land
  2. die andere Version enthält
    1. nur den Vornamen, manchmal auch nur das Rufzeichen
    2. keinen Nachnamen
    3. keinen Wohnort
    4. keine Information zu Bundesstaat / Provinz

Hier ein Beispiel bei gleicher DMR-ID (Unterschiede farblich markiert):

$ grep -iE "DB2KC|WB8FXJ" dmr-marc_userlist_2018-06-03/users_quoted.csv
"3139142","WB8FXJ","Wilhelm Wehner","Cincinnati","Ohio","United States","Portable"
"3139151","WB8FXJ","Wilhelm Wehner","Cincinnati","Ohio","United States","Portable"

$ grep -iE "DB2KC|WB8FXJ"  ham-digital_userlist_2018-06-03/users_quoted.csv
"2624113","DB2KC","Jan","","","Germany","DMR"
"3139142","WB8FXJ","Wilhelm","","","United States","DMR"
"3139151","WB8FXJ","Wilhelm","","","United States","DMR"

Warum die Daten für die Europäer nur unvollständig gelistet sind, kann höchstens mit dem höheren Standard beim Datenschutz begründet werden. Allerdings ist dieses Argument insofern sehr löcherig, als man mit nur geringer Mühe sich eine Liste aller registrierten Funkamateur inkl. Adressen besorgen kann; diese Liste läßt sich mit sehr überschaubarem Aufwand in eine Tabelle packen und dann in eine ".csv"-Datei konvertieren. Übrigens, bei der Verknüpfung von Tabelleninhalten hilft die Funktion "vlookup()" weiter.

Wünschenswert wäre natürlich eine Liste z.B. aller registrierten DMR-IDs in Deutschland (ca. 9050 im Juni 2018) wenigstens inkl. Wohnort und möglichst auch dem Nachnamen (max. 16 Zeichen). Dabei gibt es allerdings eine Menge an Registrierungen, die nicht oder nicht mehr benutzt werden. Ob sich der Aufwand lohnt, mag jeder selbst entscheiden.

Wer zu den Postleitzahlen noch das zugehörige Bundesland in die Tabelle einpflegen möchte (auch wieder mit "vlookup()"), der findet hier eine Zuordnungstabelle:

Die zum Upload ins Funkgerät vorgesehene ".csv"-Datei muss folgendem Aufbau folgen (Anm.: hier mit Beispielsätzen aus den USA):

"No.","Radio ID","Callsign","Name","City","State","Country","Remarks","Call Type","Call Alert"
"1","3139142","WB8FXJ","Wilhelm Wehner 1","Cincinnati","Ohio","USA","DMR","Private Call","None"
"2","3139151","WB8FXJ","Wilhelm Wehner 2","Cincinnati","Ohio","USA","DMR","Private Call","None"
"3","3147700","W2XAB","John Burningham1","Sevierville","Tennessee","USA","DMR","Private Call","None"
"4","3147701","W2XAB","John Burningham2","Sevierville","Tennessee","USA","DMR","Private Call","None"
"5","3147702","W2XAB","John Burningham3","Sevierville","Tennessee","USA","DMR","Private Call","None"

Upload per .CSV-Datei

Beim Upload per ".csv" ist auf folgende Besonderheiten zu achten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden:

Allgemeine Einstellungen – Auto repeater offset frequencies

Es ist bisher unklar, wozu diese Einstellung benutzt wird:

Es mag sinnvoll sein, gegenüber der Voreinstellung (5 MHz gilt nur für die USA), die in o.g. Screenshot gezeigten Werte für Europa einzutragen. Alle Werte werden allerdings nur ohne Vorzeichen akzeptiert. Es konnte weder eine Erklärung für die Werte selbst wie für deren Verwendung gefunden werden noch über das fehlende Vorzeichen für die Welt außerhalb der USA.

Basisdaten vom Repeater DB0WA

URL: https://www.afu.rwth-aachen.de/relaisfunkstelle-db0wa

Um Kanäle programmieren zu können, benötigt man erst einmal die Basisdaten des jeweiligen Repeaters. Exemplarisch wird in den nachfolgenden Schritten der Repeater DB0WA dienen.

Hier die wichigsten Parameter, wie sie für den Repeater DB0WA vorlagen:

Frequenz der Ausgabe: 438,68750 MHz
Shift: -7,6 MHz
Frequenz der Ausgabe: 431,08750 MHz
Bandbreite: 12,5 kHz
Color Code: 1

Hinweis: in obiger Tabelle wurde die Frequenz nach deutscher Norm angegeben (in gutem COBOL heisst dies: "decimal point is comma"). In der Codeplug Software wird jedoch die angelsächsische Schreibweise verwendet, so auch im Program D868UVE.

Hier eine Übersicht zu den Schaltungen für Time Slot 1 und 2 (Anm.: im Zweifelsfall bitte die aktuelle Information über DB0WA DMR abrufen):

Time Slot   1   2
Netz DMR-DL BrandMeister
Statische TGs    1 Weltweit
   2 Europa
  20 DACH
 262 Deutschland (DMRPlus)
   8 Region
   9 Lokal & DMRPlus Reflektoren*
  91 Weltweit (nur Samstags Abends)
9112 Europe Emergency Communication
 920 DACH
 262 Deutschland
   8 Region
   9 Lokal & Brandmeister Reflektoren*
Dynamische TGs    3 Nordamerika
   5 Australien
  10 Deutsch
  13 Englisch
 110 Deutsch
 113 Englisch
 120 Deutsch
 208 Frankreich
 222 Italien
 228 Schweiz
 232 Österreich
 235 England
 238 Dänemark
 260 Polen
2620 Region DE-ST/DE-MV
2621 Region DE-BE/DE-BB
2622 Region DE-HH/DE-SH
2623 Region DE-HB/DE-NI
2624 Region DE-NW
2625 Region DE-RP/DE-SL
2626 Region DE-HE
2627 Region DE-BW
2628 Region DE-BY
2629 Region DE-SN/DE-TH
  93 Nordamerika
  95 Australien
 910 Deutsch
 913 Englisch
 208 Frankreich
 222 Italien
 228 Schweiz
 232 Österreich
 235 England
 238 Dänemark
 260 Polen
2620 Region DE-ST/DE-MV
2621 Region DE-BE/DE-BB
2622 Region DE-HH/DE-SH
2623 Region DE-HB/DE-NI
2624 Region DE-NW
2625 Region DE-RP/DE-SL
2626 Region DE-HE
2627 Region DE-BW
2628 Region DE-BY
2629 Region DE-SN/DE-TH

* Reflektoren: default 4045, schaltbar mit 4000-5000 (s.a. Abschnitt Nutzung von Reflektoren)

Channel – Definition eines digitalen Repeater-Kanals

Nachfolgend werden die im Abschitt "Basisdaten vom Repeater DB0WA" besprochenen Daten genommen.

Erläuterung der Optionen jeweils mit Pull-Down Menü (linke Seite), sofern die EInstellungen nicht selbsterklärend sind:

Erläuterung der Optionen jeweils mit Pull-Down Menü (rechte Seite):

Nun die Einstellungen, die jeweils nur aktiviert werden können:

Siehe auch:

Copy/Paste Eingabe bei der Dateneingabe

Von anderen Applikationen ist bekannt, dass man per Copy/Paste schnell Daten von einer Zelle in eine andere Kopieren. Normalerweise funktioniert das gut mit den Tastenkombinationen Ctrl-C (= in die Zwischenablage kopieren) und Ctrl-V (= aus der Zwischenablage einfügen). Bei der Codeplug-Software D868UVE haben die Programmierer offenbar nicht immer soweit gedacht, denn diese bequeme Art des Kopierens per Tastatur finktioniert nicht immer, z.B. bei der Eingabe einer DMR-ID in die Digital Contact List (es gibt noch zahlreiche weitere Fehler dieser Art).

Abhilfe: Zum Kopieren geht man mit dem Mauszeiger in die Zelle, von der man Daten in die Zwischenablage übernehmen will, dann ein Rechts-Klick. Jetzt öffnet sich folgendes Context-Menü:

Hier per Maus die jeweils gewünschte Funktion auswählen. Das Resultat ist das Gleiche, als wenn man die vorgenannten Tastaturbefehle gegeben hätte.

Dieser Trick ist hilfreich, wenn man hintereinander mehrere Kanaldefinitionen für einen einzigen Repeater (also gleiche Frequenzen, gleicher Time Slot etc., aber abweichende Talk Group) anlegen will.

Channel – Definition eines digitalen Simplex-Kanals

Bevor man an die Programmierung geht, stellt sich die Frage nach der Auswahl der Frequenz(en) ohne in Konflikt mit dem Bandplan zu kommen. Prinzipiell kommen wohl folgende Kanäle in Frage:

Frequenz Kommentar
430,0125 MHz Simplex FM (U001)
430,0125 MHz Simplex FM (U001)
430,0250 MHz Simplex FM (U002)
430,0375 MHz Simplex FM (U003)
430,0375 MHz Simplex FM (U004)
430,0500 MHz Simplex FM (U005)
430,0625 MHz Simplex FM (U006)
433,4500 MHz DMR Hotspot (Anruf)
433,6125 MHz DMR Hotspot (CH1)
433,6250 MHz DMR Hotspot (CH2)
433,6375 MHz DMR Hotspot (CH3)
433,6500 MHz DMR Hotspot (CH4)
433,6625 MHz DMR Hotspot (CH5)
433,6750 MHz DMR Hotspot (CH6)
433,6875 MHz DMR Hotspot (CH7)

Die erste Gruppe (U001 .. U006) waren oder sind eigentlich für FM vorgesehen, wobei allerdings dort in der Praxis kaum Aktivität zu finden ist. Die Empfehlung sollte hier wohl lauten, die unteren (gelb und grün markierten) Kanäle zu benutzen, da sie explizit für DMR ausgewiesen sind.

Weiterführende Links:

Für die Definition eine Simplex DMR Channel folgendes einstellen:

  1. Receive Frequency und Transmit Frequency sind identisch (Simplex); die Liste der möglichen Frequenzen findet sich in Abschnitt Definition eines digitalen Simplex-Kanals.
  2. TX Permit auf ChannelFree setzen.
  3. Als Contact sollte die spezielle TG "16777215" (= All Call) gewählt werden, damit Aussendungen von allen anderen Geräten gehört werden (können).
  4. Color Code auf 01 setzen.
  5. Die Einstellung für den Time Slot ist bei Simplex-Betrieb irrelevant, da wegen fehlendem Repeater keine Zeitsteuerung möglich ist. Da die CPS jedoch nur eine Auswahl von entweder TS1 oder TS2 vorsieht, wählt man üblicherweise TS1.
  6. Der Eintrag für Receive Group List kann leer bleiben, wenn zuvor als Contact der Eintrag All Call ausgewählt wurde. Sollte die CPS die Einstellung All Call nicht zulassen, kann man auch versuchen, unter Contact die Einstellung TG 1 Worldwide zu selektieren und dann eine Receive Group List verwenden, in der alle TalkGroups aufgenommen wurden.
  7. Ferner sollten die Einträge Talk Around sowie Simplex TDMA selektiert werden.


Die wichtigsten Einstellungen für einen DMR Simplex Kanal.

In obigem Screenshot wurde sowohl All Call als Contact angegeben als auch eine zuvor angelegte Receive Group List names All Groups. Diese doppelte Absicherung ist nicht notwenig, schadet aber auch nicht.

Auf dem Display des AnyTone D868UV sollte auch das Symbol R, das einen Repeater-Kanal kennzeichnet, nicht erscheinen.

Channel – Definition eines analogen Repeater-Kanals

Das nachfolgend gezeigte Beispiel gilt für DB0WA. Besonders markiert ist hier die Definition von CTCSS, ohne die ein Auftasten nicht möglich ist.

xx xx

Channel – Definition eines analogen Simplex-Kanals

xx xx

Codeplug übertragen

In den meisten Fällen wird man veränderte Listen von Channel und Zone aktualisieren wollen. Die Conatact List wird meist unerverändert bleiben können. Insbesondere wenn man schon einmal eine grosse Digital Contact List ins Funkgerät geladen hat, dann macht es Sinn, den Schreibvorgang abzukürzen; man unterdückt einfach die Digital Contact List:


Upload Vorgang ohne die Kontakte

Optionale Verwendung einer Receive Group List

??? Es muss noch getestet werden, zwischen einem Betrieb ohne Receive Group List und einer Receive Group List, die nur die betreffende TalkGroup enthält (wie in einem YouTube Video empfohlen).

Bei der Kodierung eines Channels kann zwei unterschiedliche Ansichten vertreten die zu jeweils unterschiedlichen Einstellungen führen:

Standpunkt #1

Man möchte ausschließlich QSOs in genau der Talk Group hören, die gerade mit dem lfd. Kanal eingestellt sind. In diesem Fall bleibt der Eintrag Receive Group List in der Definition für einen Channel auf None.

Dies hat zur Konsequenz, dass man ggf. Aktivität auf dem Repeater sieht (S-Meter schlägt aus), aber nichts hört, wenn denn in einer anderen Talk Group gerade gesprochen wird. Man wird also nicht gestört durch Beiträge in anderen Talk Groups. Ist man jetzt aber mal neugierig und möchte trotzdem gerne wissen, was dort gesprochen wird, so kann durch Aktivierung des Digital Monitor andere Unterhaltungen im gleichen Time Slot oder sogar über beide Time Slots hörbar machen.

Standpunkt #2

Man möchte immer alle QSOs im gleichen Time Slot hören, unabhängig davon welche Talk Group man gerade ausgewählt hat. Dann legt man eine sog. Receive Group List an, in der möglichst alle Talk Groups enthalten sind. Dies kann sogar netzübergreifend vorgenommen werden (Anm.: bei DB0WA ist sowohl mit DMR-DL wie auch an BrandMeister verbunden).

Als Konsequenz hört man dann auch QSOs, die beispielsweise auf TG 1 Wordwide (meist in Englisch) laufen, obwohl man explizit TG 262 DL ausgewählt hat. Die Angabe der Talk Group, auf der gerade Aktivität vorliegt, wird beim AnyTone D868UV als durchlaufender Text angezeigt. Drückt man innerhalb von wenigen Sekunden die PTT, so erfolgt die Aussendung auf TG 1 Wordwide, obwohl der Channel für diese Talk Group gerade nicht eingestellt wurde.

Fazit: die Wahl bleibt jedem OM selbst überlassen, es gibt kein besser oder schlechter bei dieser Wahl – es ist Geschmackssache.

Hinweise zum AnyTone AT-D868UV

Datentransfer vom PC zum AnyTone D868UV

Zum Lieferumfang des AnyTone D868UV gehört u.a. ein USB-Kabel, auf dessen anderer Seite sich ein Kombistecker aus 2,5 mm / 3,5 mm Klinkenstecker (jeweils 3-polig) befindet. Der Abstand der Klinkenstecker entspricht der Konvention für Handheld-Geräte der Hersteller Kenwood, Wouxun, Baofeng etc.

Warnung: Wer neben dem AnyTone D868UV über Geräte der vorgenannten Hersteller verfügt, möge die USB-Kabel genau markieren und beschriften. Das Kabel für das  AnyTone D868UV fällt dadurch auf, dass es nicht über einen im Stecker eingebauten USB-Seriell-Wandler verfügt – im Gegensatz zu den Kabeln der anderen Hersteller.

Bei der Installation des Treibers ist zu beachten:

  1. Es gibt je eine 32-bit und eine 64-bit Variante des Treibers. Hier darf nur die für die jeweiliege Architektur des Betriebssystem passende Version installiert werden.



    Die passende Systemarchitektur erfährt man unter Control Panel / All Control Panel Items / System.

  2. Die Installation des Treibers muss unbedingt mit Administrator-Rechten vorgenommen werden.


    Installation mit Rechtsklick auf die Treiberdatei.

Sobald der Treiber korrekt installiert, das USB-Kabel mit PC und dem Funkgerät verbunden, kann das AnyTone D868UV eingeschaltet werden. Der Treiber sollte dann im Device Manager als unter Ports (COM & LPT) sichtbar sein:


Serieller Adapter das AnyTone D868UV

In obigem Screenshot wurde eine neuer virtueller COM-Port namens COM8 eingerichtet. Je nach Ausstattung des jeweiligen PCs kann hier auch eine andere COM-Port Nummer erscheinen; die Bezeichnung "GD32 Virtual Com Port" ist aber in jedem Fall eindeutig.

In der CPS D868UVE wird die serielle Schnittstelle eingegeben unter SetSet COM:

Es öffnet sich ein Eingabefenster; der COM-Port wird aus einer Liste ausgewählt:

Hinweis: Der Konfigurationsdialog für den COM-Port muss bei jedem Start der CPS D868UVE vorgenommen werden.

Warnung: Bevor irgendein Datentransfer vom PC auf das DMR-Funkgerät vorgenommen wird, muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass die Codeplus-Software genau zum Firmwarestand des Gerätes passt.

Ignoriert man diese Warnung, dann lässt sich nach einem Flash-Vorgang mit einer unpassenden CPS das Gerät nicht mehr betreiben. Im günstigsten Fall sagt das AnyTone D868UV z.B. "Keys locked" und man keine Tastenfunktion mehr auslösen (Anm.: so auch tatsächlich beobachtet). Auch der bekannte Trick zum Öffnen eines gemäß FCC-Regeln verriegelten DMR-Gerätes (Anm.: Näheres hierzu im mitgelieferten Handbuch) half nicht weiter. In solch einem Fall helfen die folgenden Maßnahmen:

  1. Man benutzt diesmal die wirklich passende CPS, um den letzten noch korrekten Codeplug (also die neueste ".rdt" Datei auf dem PC) erneut in das DMR-Gerät zu übertragen.

  2. Sollte Schritt #1 nicht zum Erfolg führen, dann hilft nur noch ein Reset des Gerätes.

Keinesfalls sollte man aber den Versuch unternehmen, den fehlerhaften Codeplug im AnyTone D868UV per korrekter CPS auszulesen und weiterzuverwenden. Ist die Datenstruktur einmal zerschossen, dann bleibt sie es für immer ohne jede Korrekturmöglichkeit.

Datentransfer zwischen Geräten mit unterschiedlicher Firmwareversion

Im Testfall lagen zwei Geräte AnyTone D868UV vor, jedoch mit abweichenden Softwareversionen:

Komponente Gerät #1 Gerät #2
Firmware 2.27
Codeplug Software D868UVE 1.28

Alle Versuche, eine für Gerät #1 erstellten Codeplug via ".rdt" Datei in das Gerät #2 zu bringen, scheiterten. Jedesmal war die Tastatur gesperrt und konnte nicht freigeschaltet werden.

Für einen erneuten Versuch, eine Konfiguration von einem Gerät mit älterem Firmwarestad auf ein Gerät mit neuerer Firmware zu übertragen, wurde eine alternatives Dateiformat gewählt. Eine einmal in die CPS geladene ".rdt" Datei kann über ToolExport Data Conversion Tool im ".dcf" Format abgespeichert werden.


Export einer Konfiguration als ".dcf" Datei

Diese soeben exportierte ".dcf" Datei kann in die neue CPS geladen werden mit einem Klick auf FileOpen. Es öffnet sich ein neues Fenster zur Dateiauswahl. Hier muss man unten rechts den Dateityp von ".rdt" (dies ist der Standardwert) auf ".dcf" ändern:


Änderung des Dateityps zum Laden der Konfigurationsdatei

! ! ! Hier fehlt der Erfahrungsbericht von DD3KF ! ! !

Externes Handmikrofon für AnyTone AT-D868UV

Zwei Quellen (WiMo als Händler für Amateurfunkgeräte und OM Karl-Heinz Neumann [DG2EBE]) bestätigten unabhängig voneinander per E-Mail, dass

  1. mechanisch und elektrisch Lautsprecher-/Handmikrofone an das AT-D868UV passen, die eigentlich für Handfungeräte von Kenwood und Wouxun gebaut wurden,

  2. Handmikrofone vom Typ Kenwood SMC-34 gute Ergebnisse am AT-D868UV liefern.

Aus #1 folgt aber auch, das so manches Handmikrofon passen muss, das für Wouxun 2m/70cm analoge Handfunkgeräte angeboten wird. Ein Modell mit der Bezeichnung MS-109 kostet zum Beispiel nur 1/6 des Preises des vorgenannten Kenwood Mikrofons.

Standardbelegung der Tasten

Hier die Standardbelegung der Tasten beim AT-D868UV nach einem Reset auf dem Gerät des Autors:

Taste Lage Funktion
PF1 links am Gehäuse unterhalb der PTT Spannung des Akkus anzeigen
PF2 links am Gehäuse, ganz unten Monitor
PF3 Orange farbener Knopf auf der Oberseite Alarm
P1 Vorderseite Umschalter zwischen VFO A und VFO B
P2 Vorderseite, Umschaltung VFO / MR


Position der Tasten P1 und P2 auf der Frontseite

Die Definition für auszulösende Funktion einer jeden Taste wird in der CPS unter Public / Optional Setting / Key Function vorgenommen:

Zonenbasierte Kanalwahl im AnyTone D828UV

Hier ein Tipp, um die Bedienung des DMR Handfunkgerätes AnyTone D828UV etwas angenehmer zu gestalten.

Hinweis: die folgende Änderung kann sinnvoll nur dann erfolgen, wenn zuvor die Kanäle für den bevorzugten Repeater einer entsprechenden Zone zugewiesen wurde.

Standardmäßig kann man nach dem Einschalten mit dem Kanalwahlknopf über alle (!) Kanäle in auf- bzw. absteigender Reiherfolge schalten. Dies ist jedoch wenig sinnvoll, weil man typischerweise immer nur auf einem einzigen DMR Repeater arbeitet.

Um dies über das Menü des Handfunkgerätes zu erreichen, wie folgt vorgehen:

Möchte man doch lieber wieder in die Auswahl über alle Kanäle zurück, dann folgende Vorgehensweise:

Um beim Einschalten des AnyTone D828UV immer die zonenbasierte Kanaleinstellung zu erhalten, dann nimmt man die bevorzugte Einstellung im Codeplug vor. Hierzu den Dialog Public / Optional Setting wählen:

In dem sich öffnenden Fenster Optional Settings den Tab Work Mode wählen:

Hier folgende Einstellungen ändern:

??? Unklar ist, was die Option "Sub-Channel Mode" bedeutet.

Es ist Geschmacksache, ob man en Wert für "Sub-Channel Mode" auf "On" setzt (vermutlich gleichzeitiger Empfang auf dem Sub-Channel) oder auf "Off".

Aufbau einer DMR Simplex-Verbindung

Nachfolgend eine Kurzbeschreibung, wie man zwischen zwei DMR Funkgeräten eine Verbindung ohne Repeater vornimmt.

Schritt #1: Zunächst empfiehlt es sich, eine sehr spezielle TG in die Talk Group List aufzunehmen, die für alle DMR Geräte herstellerübergreifend reserviert ist: "16777215".


Talk Group "All Call" anlegen

Nach dem Klick auf Next erscheint der folgende neuen Eintrag in der Liste:

Weitere Informationen zm Thema "DMR-ID 16777215" und "All Call" findet sich u.a. hier:

Hinweis: Beim AnyTone D868UV mit Firmware 2.27 scheiterte der Versuch, die DMR-ID 16777215 über MenuContacts2 New Contact1 Input ID in die Liste der Talkgroups aufzunehmen. Man ist also gezwungen, den oben beschriebenen Weg über die CPS zu nehmen.

Schritt #2: Jetzt kann man mindestens einen DMR Simplex Channel anlegen wie im Abschnitt "Channel – Definition eines digitalen Simplex-Kanals" beschrieben; am besten legt man gleich alle DMR-Kanäle über die Copy / Paste Funktion der CPS an.

Schritt #3: Zur Besserung Handhabung auf dem DMR-Gerät empfiehlt es sich, eine eigene Zone für die DMR Simplex Kanäle anzulegen:


Zone zur Aufnahme aller DMR SImplex Kanäle

Das Ergebnis nach einem Klick auf Next:

Nach dem Einspielen der neuen Codeplug-Änderungen in das DMR-Gerät sollte man sich auf einen gemeinsamen Kanal einigen und ein QSO beginnen. Wenn man das QSO auf dem DMR Anrufkanal (433,4500 MHz) beginnt, dann ist es gute Praxis, danach auf einen der 7 anderen Kanäle auszuweichen.

Warnung: es kann Konflikte geben mit unerwünschtem, irritierenden Netzverhalten geben, wenn auf dem gleichen Kanal zufällig ein DMR Hotspot laufen sollte. Hier ist Vorsicht geboten.

Hinweis: Nach Aufbau einer Simplex Verbindung erscheint auf dem Display seltsamerweise die TG 20503.

Aufbau eines Private Call via Repeater

Die meisten QSOs laufen über die sog. Talk Groups ab; hierbei handelt es sich um sog. Group Calls an denen sich beliebige OMs zeitversetzt beteiligen können.

Nachfolgend soll jedoch beschrieben werden, wie man eine gezielte Verbindung zu einem anderen OM aufbaut, unabhängig davon an welchen Repeatern des gleichen Netzwerks (DMR, DMR+, BandMeister) die Teilnehmer befinden. Bei dieser Art der Verbindung handelt es sich um einen Private Call via Repeater.

Schritt #1: Auch wenn man die DMR ID der Zeilperson manuell eingeben kann, so ist es jedoch bequemer, wenn man diese Information gleich aus seiner Kontaktlister selektieren kann. Dies vermeidet auch gleich den Fehler, dass man versehentlich einen Group Call auslöst, der natürlich nicht funktionieren kann.

In der CPS unter DigitalTalk Groups die befreundeten OMs einfügen:


DMR-ID als Contact für einen Private Call hinterlegen

Nach dem Klick auf Next könnte die Liste wie folgt aussehen:


Erweiterte Liste der Talk Groups für Private Calls via Repeater

Schritt #2: Die neuen Einstellungen werden in das DMR Funkgerät übertragen.

Schritt #3: Bevor man einen Direktruf startet, sollte man folgendes sicherstellen:

  1. Die anzurufende Station ist tatsächlich empfangsbereit (Gerät eingeschaltet und auf einen Repeater eingestellt).

  2. Das Netzwerk kennt den Repeater, an dem die anzurufende Station empfangsbereit ist. Dazu reicht bereits ein Drücken der PTT aus, ohne dass man länger an einem QSO teilgenommen hat. Wenn der DMR Repeater vom Sysop nicht ungewöhnlich diskret behandelt wurde (= Lastheard abgeschaltet), dann kann man diese Information auch über das Internet abfragen.

Schritt #4: Zum Verbindungaufbau – hier am Beispiel eines AnyTone D868UV – wie folgt vorgehen:

  1. Einen freien (!) Time Slot suchen; dies kann je nach Belegung entweder TS1 oder TS2 sein.

  2. Für den freien TS einen Kanal mit einer beliebigen TG wählen, z.B. TG 9 Local.

  3. Dann Select (= grüne "" Funktionstaste) das Main Menu auswählen:


  4. Mit Select (= grüne "" Funktionstaste) in das Untermenü Contacts wechseln:


  5. Weiter mit "1 Contacts List":


  6. Jetzt die Up/Down Taste betätigen ...


  7. ... und zum gewünschten Kontakt navigieren



    und dann sofort (!) die PTT drücken und mit dem verbalen Anruf beginnen – ein Private Call wird gestartet. Dabei sollte man am Anfang und vor Loslassen der PTT eine kurze Sprechpause einlegen.

    Hinweis: nach Auswahl des Eintrages nicht Select drücken, sondern nur die PTT; anderenfalls wird ein Group Call aufgebaut.

  8. Die Gegenstelle sollte den Anruf hören.

  9. Bei Loslassen der PTT sollte die Meldung End Private Call angezeigt werden.

Sollte die angerufene Station auf einen solchen Anruf hin nicht mit Druck auf die PTT ein QSO beginnen, so erscheint folgende Warnmeldung auf dem Display "Miss Call". Man könnte meinen, dass dies der Name eines Models für einen Schönheitswettbewerb sei; gemeint ist hier vermutlich nur "Missed Call" (= verpasster Anruf), allerdings in gepflegtem Chinglish.

Es ist auch ein Private Call möglich, wenn man keinen Eintrag in die Talk Group List aufgenommen hat, geht man analog zum zum vorgenannten Schritt 4 wie folgt vor, allersings mit folgenden Änderungen:

  1. Weiter mit 3 Manual Dial.
  2. Sicherstellen, dass der Fenstertitel "Private ID" lautet. Sollte dort "Group ID" stehen, dann unbedingt die Taste  # ↑  (unten rechts auf der Tastatur) einmal drücken; im Fenstertitel sollte auf "Private ID"wechseln.
  3. Die DMR-ID der Zielstation mithilfe der Zifferntastatur eingeben.
  4. Die Ziffeneingabe mit Drücken der PTT beenden und nach kurzer Sprechpause an verbalen Anruf beginnen.

Weitere Anpassungen unabhängig von den Kanaleinstellungen

Fenster Optional Settings den Tab FM wählen:

Hier ändert man zweckmäßigerweise für FM VFO/MEM die Voreinstellung von VFO auf MEM. Je nach Bedarf läßt sich hier die Nummer des bevorzugten Kanals nach dem Einschalten einstellen.

Weiter im Fenster Optional Settings den Tab Power Save:

Weiter im Fenster Optional Settings den Tab Key Function:

Sehr empfehlenswert ist hier die Änderung für PF2 Short Key von Monitor auf Digital Monitor.

Nach dieser Änderung kann mann mit PF2 Short Key die Aussendungen des Repeaters ohne Rücksicht auf die Talk Group hören. Das Lautsprecher-Symbol im Display erscheint dann in roter Farbe. Durch mehrfaches Betätigen dieser Taste kann man entweder nur eine, oder beide Time Slots abhören. Dies Funktion ist besonders für Tests von Konfigurationen hilfreich.

Wem die Zeit, in der ein Auswahl-Menü zu sehen ist, zu kurz ist, der kann im Tab Other den Parameter Menu Exit Time[s] von standardmäßig 15 auf z.B. 30 erhöhen.

Für die in der Voreinstellung nicht genutzten Aktionen lassen sich gemäß einem Vorschlag von DG2EBE wie folgt ändern (Änderungen farblich hervorgehoben):

Taste Voreinstellung Anpassung Kommentar
Key Lock Manual Manual
PF1 Short Key: Voltage Voltage
PF2 Short Key: Monitor Digital Monitor Sehr empfehlenswert (quasi die "Rauschsperre" für DMR)
PF3 Short Key (oranger Knopf): Alarm Power Praktische Umschaltung der Ausgangsleistung (Low, Middle, High, Turbo)
P1 Short Key: Main Channel Switch Main Channel Switch
P2 Short Key: V/M V/M
PF1 Long Key: Off LastCall Reply
PF2 Long Key: Off Priority Zone
PF3 Long Key (oranger Knopf): Off FM
P1 Long Key: Off Sub CH Switch
P2 Long Key: Off Scan
Long Key Time(s): 2 1

Weiter im Fenster Optional Settings den Tab Other:


Dieser Screenshot zeigt die Voreinstellungen

In jedem Fall sollte hier die Entfernungsangabe auf das außerhalb der USA übliche metrische System umgestellt werden. Fraglich ist nur, welche Entfernungen diese Einstellung überhaupt betrifft.

Weiter im Fenster Optional Settings den Tab Power-on:

Wer auf seinem PC immer wieder neue Versionen von Codeplugs zum Testen erstellt, verliert leicht den Überblick, was geändert wurde. Im Zweifelsfall muss man wieder zurück zu einer Vorgängerversion. Hier folgender Vorschlag:

  1. Für jeden neuen Codeplug bei der Namensvergabe jeweils die Firmware-Version hinterlegen sowie eine fortlaufende Nummer, z.B. von "v001", "v002", etc. Diese Nummerierung sollte unabhängig von Firmwareständen hinweg gehen.

  2. In jedem Codeplug die fortlaufende Versionsnummer in den Begrüßungstext eintragen. Somit hat man immer eine Referenz auf die Datei im PC.

Diese Maßnahmen zum Versions-Management setzen allerdings ein gesteigertes Maß an Selbstdisziplin voraus, weil es keinen automatischen Abgleich gibt.

Weitere Referenzen:

Einstellungen unter Optional Settings – Digital Fun

Nachfolgend Kommentare zu Parametern soweit deren Bedeutung bekannt ist.

Parameter Standardwert Empfohlener Wert Kommentar
Group Call Hold Time
5s 5s Die Haltezeit zwischen Loslassen der PTT bis zum Erscheinen der Meldung Group Call End.
Private Call Hold Time
5s 5s Die Haltezeit zwischen Loslassen der PTT bis zum Erscheinen der Meldung Private Call End.
Digital Remote Stun&Kill Off Off Beim kommerziellen Betriebsfunk erlaubt dieser Parameter der Zentrale das Gerät vollständig zu sperren (Engl.: it bricks the device), wenn es einmal "vom LKW gefallen ist", also in falsche Hände geraten ist. Diesen Wert für den Amateurfunk keinesfalls ändern, weil schon einige selbsternannte Spaßvögel diese Sperre ausgelöst haben. Das DMR Gerät ist danach reif für den Elektronikschrott.
SMS-Format H-SMS H-SMS Zur Auswahl steht hier entweder "H-SMS" oder "M-SMS". Bislang kann man nur vermuten, dass es sich um die unterscheidlichen Formate gemäß Hytera und Motorola handelt. Kommt eine Message beim Empfänger in einem falschen Zeichensatz an, so könnte eine Umschaltung hier helfen.

Zusätzliche Tipps zum AnyTone D868UV

Folgende Hinweise lagen dem Firmware-Upgrade auf Version 2.29 anbei und werden hier im Original wiedergegeben.

Manual Repeater Entry in VFO Mode By KB2MXV

Analog Channel

  1. Enter VFO Mode (Short press of P2)
  2. Enter RX Frequency
  3. Enter TX Frequency:
    1. Menu - Settings - Chan Set - TX Freq (use 5 numbers after dot or # to enter)
  4. 4. Select Analog Mode
    1. Menu - Settings - Chan Set - Channel Type - A-Analog
  5. 5. Select Bandwidth to Wide
    1. Menu - Settings - Chan Set – Band Width - Wide
  6. Set Tone
    a. Menu - Settings - Chan Set

See also:

Digital Channel

  1. Enter VFO Mode (Short press of P2)
  2. Enter RX Frequency 449.77500
  3. Enter TX Frequency
    1. Menu - Settings - Chan Set - TX Freq (use 5 numbers after dot or # to enter)
  4. Select Digital Mode
    1. Menu - Settings - Chan Set - Channel Type - D-Digital
  5. Select Bandwidth to Narrow
    1. Menu - Settings - Chan Set – Band Width - Narrow
  6. Set Color Code
    1. Menu - Settings - Chan Set - Color Code
  7. Set Time Slot
    1. Menu - Settings - Chan Set - Time Slot
  8. Set TX Allow
    1. Menu - Settings - Chan Set - TX Allow (Always, Channel Free, Same CC, Different CC)
      Now select LIST and select the Talk Group you want to transmit on

See also:

Firmware Update bei AnyTone D868UV

Firmwarestand ermitteln beim AnyTone D868UV

Jedem Firmware-Upgrade liegt eine Dokumentation bei, in der die Abhängigkeiten beschrieben sind. U.a. wird in der Packungbeilage auf den Stand der Hardware und der Software verwiesen. Hier die Anleitung, wie man Gerät diese Werte ermittelt.

  1. Gerät einschalten
  2. Taste ("") für Menu drücken
  3. Nach unten navigieren mit der Wippe UP/DOWN auf den Eintrag "Settings" und wieder Taste ("") für Select drücken.
  4. Auf den Eintrag "3 Device Info" navigieren und wieder Taste ("") für Select drücken.
  5. Im Fenster "Device Info" die entsprechenden Werte ablesen und notieren. Mit der Wippe UP/DOWN kann man weiter nach unten "scrollen"; rechts im Bild ist ein Verlaufbalken sichtbar.

Hier die Werte ein Beispiel-Gerätes; die Werte können bei anderen Geräten diese Baureihe aber deutlich abweichen:

Parameter Wert Bemerkung
Radio ID: 12345678 8-stellige DMR-ID des jeweiligen Nutzers
Radio Name: callsign Callsign des Nutzers
Model Name: D868UV
Freq Range: 400-480  136-174
Firmware Ver: Ver 2.27 Diese Angabe ändert sich natürlich nach jedem Firmware Upgrade
Hardware Ver: Ver 1.10 Vorsicht: ein Firmware-Update ist meistens abhängig von dieser Versionnummer.
Radio Data Ver: Ver 1.00
Last Pro Date: 2018-03-05
Pic Ver: Ver 1.10
Lange Ver: Ver 1.00
Sct SW Ver: V2.01.05NJ

Firmware Update von v2.27 auf v2.29

Im Auslieferungszustand enthielt das Handfunkgerät AnyTone D868UV mit der Firmware v2.27. Für das Update kam folgende Datei zum Einsatz:

Dateiname: 868UV_V2.29 FW official released.zip
Dateilänge: 8.613.653 Bytes
MD5sum: 9815549ac204ef2e8960cddd56f4144d
SHA256sum: 321818672371fd3910cea5ce1a0a50e7d1c52e98168960af3f38e47d2d2d8aea

Wichtig: nach dem Firmware Update muss unbedingt ein Reset vorgenommen werden.

Important Notice: After update the firmware, you need to do the reset to the radio firstly, power off the radio firstly. Then power it on while holding the PTT and the PF1 button below the PTT at the same time. The radio will start up with a note on the display stating MCU Reset, Please Wait – and do not turn the radio off while it restarts.

After a re-start the radio will display the setting of the date and the time. Use the up-down key to set the current year. Move to the month by pushing the P1 key. Set the month, and use the P1 key to move forward each step. Once done, click the Menu key to save the date and time.

Also please set up the time zone to avoid the date/time error.

In dem vorliegenden Fall zeigte das Handfunkgerät die Hardware Version 1.10; ergo kommt gemäß der Packungsbeilage für das Upgrade die Version 2.29 zu Einsatz.

Änderungen in Firmware v2.29

Der folgende Text wurde unverändert aus den Packungsbeilage zum Firmware-Upgrade entnommen:

Below are the user friendly operations in D868UV:
  1. Allow mix the digital mode and monitor mode in RX.
  2. Single slot/double slot digital monitor set up
  3. Allow set up the audio pitch to get more suitable audio during DMR communication.
  4. Allow response to the last caller with a programmed key.
  5. Allow send the recording to the other user or group.
  6. Allow get the remotely GPS positioning information, it is useful especially in outdoor team touring.
  7. Headset volume set up to avoid the loud volume heart the ear.

V2.29 Improvements (dated 2018-5-28)
  1. Display Last Heard when radio is transmitting.
    CPSOptional SettingOtherShow Last Call On Launch;
    it will allow you to turn on/off display Last Heard when change the channel.

  2. CPSOptional SettingAlert ToneKey Tone levels, it will allow you set up the prompt tone to be fixed volume level or adjustable by volume knob.

  3. Allow to apply Ranging function in a Private Call Channel:
    CPSOptional SettingGPS/RangingRanging display, it will allow you choose meter or feet as Ranging distance display.

  4. Add options for keypad lock:

  5. Increase the 5Tone set ID to 7 digits.

  6. Correct the direction of ranging function.

  7. Resolved the issue that the download ".csv" digital contact file can not be imported directly.

  8. In friends list, add the search by Repeater Number (Call Sign).

  9. Improve the PTT response speed when connect to Repeater.

  10. Add the Max Volume Set up in Key functions.

  11. CPSOptional SettingDigi FunSMS format; it will allow you set up the SMS format to be different format.

xx xx

Hinweise zum praktischen DMR Betrieb

Latenzen im DMR Betrieb

Im Gegensatz zum Betrieb in den analogen Betriebsarten (FM, SSB) sollte immer auf die im digitalen Betrieb deutlich längeren Umschaltpausen geachtet werden; ansonsten gehen Teile des Durchgangs verloren. Also:

  1. wenigstens 2..3 Sekunden Wartezeit, bevor die PTT gedrückt wird,
  2. wenigstens eine Sekunde Umschaltpause nach Drücken der PTT,
  3. wenigstens eine Sekunde Wartezeit vor Loslassen der PTT.

Insbesondere die Wartezeit vor Drücken der PTT soll es anderen OMs erlauben, sich am QSO in einer Talk Group (die Betonung liegt hier auf "Group" = "Gruppe") beteiligen zu können.

Näheres hierzu hier:

DMR Etikette

Wenn eine OM unbedingt dem benachbarten OM auf dem gleichen DMR-Repeater seinen Erfolg seines morgendlichen Schnäppchenkaufes beim Dorfbäcker mitteilen möchte, dann gibt es neben der TG 262 DL (= Deutschlandweit) noch zusätzlich die TG 9 Local (= keine Weiterleitung an andere Repeater); diese Möglichkeit einer lokalen Aussendung ist auf jedem Repeater in allen Netzen verfügbar.

In der TG 1 Worldwide wird nahezu ausschließlich Englisch gesprochen, wie im internationalen Funkverkehr auf Kurzwelle auch.

Näheres hierzu u.a. hier:

Nutzung der Echo Funktion bei BrandMeister

Nachfolgende eine Kurzanleitung zur Nutzung der Echo-Funktion (alias: parrot oder Papagei).

  1. Der Liste Talk Groups fügt man eine einen Eintrag an mit folgenden Daten:



    Wichtig ist, dass hier Call Type auf Private Call zu setzen ist, im Gegensatz zu allen anderen offiziellen Talk Groups wie z.B. Wordwide, Regional, Local etc.

  2. Einen neuen Kanal definieren und diesem die soeben eingerichtete Talk Group 262997 zuweisen.



    Speziell für den Repeater DB0WA gilt, dass TS2 (BrandMeister Netz) eingestellt werden muss.

  3. Die Definition für Zone erweitern um den soeben erstellten neuen Kanal.


  4. Schließlich die neuen Definitionen in das Handfunkgerät übertragen.

  5. Nach dem Neustart den Kanal "AC 2 262997 Echo" wählen.

  6. PTT drücken und sprechen.

  7. Nach Loslassen der PTT sollte nach kurzer Verzögerung der repeater die eigene Ansage zurückspielen.

Nutzung von Reflektoren

Reflektoren erlauben eine temporäre (und somit sehr flexible) Zusammenschaltung von DMR Repeatern meist für einzelne Regionen aber auch bestimmte Themengebiete.

Es gibt im Internet eine recht lange Liste von Reflektoren, die hier nur auszugsweise gezeigt wird, um einen ersten Einstieg zu ermöglichen:

Code Bedeutung
4000 keine Verbindung bzw. vom Reflektor trennen
4001 Deutschland
4002 Hamburg
4003 Elbe-Weser
4004 Hessen
4005 Rhein-Main
4006 Ruhrgebiet
4007 NRW
4008 Württemberg
4008 Württemberg
4009 Baden
4010 GermanyChat2
4011 Heide
4012 DSTAR DCS001_V
4013 Rheinland-Pfalz
4014 Test
4015 Berlin
4017 Niedersachsen-Ost
4018 Nordhessen
4019 Germany test
5000 Statusabfrage

Eine erheblich umfangreichere Version ist u.a. hier erhältlich:

Zunächst das Handfunkgerät auf TS2 TG9 (= Local) stellen. Einen Reflektor schaltet man durch Aussenden eines Contacts., eine der o.g. 4-stelligen Ziffernfolgen. Diese Aussendung muss Private Call erfolgen, nicht als Group Call. Als Quittung erhält man eine entsprechende Sprachansage. Nach längerer Zeit des Inaktivität (timeout) wird die Schaltung des Reflektor automatisch wieder aufgelöst.

Hier die einzelnen Schritte für die Bedienung eines AT-D868UV am Beispiel der Statusabfrage:

  1. Gerät einschalten und auf TS 2 die TG 9 (= Local) auswählen.


  2. Linke Taste Function Key drücken (= Select).


  3. Es erscheint folgende Menüauswahl; Contacts ist bereits selektiert.


  4. Weiter mit Druck auf linkem Function Key (= Select). Jetzt die UP/DOWN Taste betätigen



    und auf den Eintrag "3 Manual Dial" navigieren:



    Diese Auswahl mit Select bestätigen.

  5. Im Menü "Private ID" über die Tastatur die Ziffernfolge "5000" eingeben.



    Dann die Sendetaste (PTT) für ca. 2..3 Sekunden drücken und auf Reaktion warten.

  6. Nach einer kurzen "Bedenkzeit" sollte der Repeater mit einer Sprachnachricht antworten, wie z.B. "keine Reflektor-Verbindung".

Sollte keine Nachricht vom Repeater kommen, war vermutlich der falsche Kanal eingeschaltet, also falscher Time Slot oder flasche Talk Group.

Mithilfe von Reflektoren können auch unterschiedliche Netze bedarfsgesteuert, temporär zusammengeschaltet werden. Weiterführende Links zu Reflektoren:

Verbindung zwischen Echolink und DMR

Siehe auch:

QSOs in DMR

Exemplarisch hier ein Zitat aus Ragchew Newsletter 2018-02:

In DMR, the etiquette is, you make contact on the larger talk groups like US Nationwide but for an extended QSO you move to a Talk Around Channel (TAC) so that the US Nationwide is free. This can be the same etiquette you apply to your own talk group for your organization.

Also, zusammenfassend und frei übersetzt: wenn man auf einer überregionalen Talk Group ein QSO begonnen hat, solle man bitte auf eine regionale Talk Group wechseln, wenn das QSO länger wird.

Ein weiterer Beitrag zu diesem Thema:

DMR Monitor via Internet

Da alle DMR Repeater mit dem Internet verbunden sind, kann man sich bei den meisten schnell einen Überblick über den Betrieb verschaffen. Hier einige Verweise:

Nutzung weiterer Dienste bei BandMeister

Wer zusätzliche Dienste bei BrandMeister (z.B. Übertragung von GPS Meldungen während des QSOs) nutzen möchte, wird gezwungen, sich zu registrieren:

Nach der Erteilung eines Zugangs, noch bevor ein Login möglich ist, erhält man noch eine Mail zur Überprüfung der E-Mail Adresse. Der ganze Vorgang dauerte weniger als 24 Stunden.

Bei der Anmeldung wird man jedoch ohne Vorwarnung und ohne Einverständnis auf Sonderdienste von Google geleitet. Man muss beweisen, dass man kein Robot ist; dies geschieht über nervige Klick-Bildchen:

Crap provided by Google        Crap provided by Google

Nach erfolgreichem Login links auf Services gehen; dort das zugeordnete Untermenü SelfCare aufklappen and anwählen:

Dort lässt sich in den Profildaten u.a. der Typ des DMR Funkgerätes einstellen. Leider wird das Gerät AnyTone D868UV nicht gelistet bzw, gesondert erfasst.

Geräteauswahl bei BrandMeister

Nach der Registrierung erreicht man unter dem Menüpunkt SelfCare die SelfCare Settings:

Hier sollte man den Type seines DMR Funkgerätes hinterlegen, damit bei der Übertragung von Messages der richtige Zeichensatz gewählt wird. Zur Auswahl standen folgende Optionen (Stand Juni 2018):

Für ein AnyTone D868UV bleibt hier also der Eintrag "Chinese Radio" übrig; Experimentieren mit anderen Einstellungen sollte wohl erlabt sein. (Anm.: Beim AnyTone D868UV gibt es in der Konfiguration die 2 Optionen M-SMS und H-SMS; vermutlich könnten die beiden Initialen für Motorola und Hytera stehen. Aber wie schon gesagt, das Dokumentation kommt im Sprachgebrauch des chinesischen Hersteller offenbar nicht vor.)

SMS-Service-Nummern im BM-Netz

URL: http://wiki.bm262.de/doku.php?id=servicenummer

Das BandMeister Netz ermöglicht u.a. auch das Versenden und Empfangen von Kurznachrichten (sog. SMS).

??? Welche Einstellungen am AnyTone D868UV vornehmen, um eine SMS zu versenden und zu empfangen? Mehrfache Versuche sind gescheitert.(Was sagt der DMR Experte hierzu?)

Aus dem BandMeister Benutzerhandbuch:

Sollte man die DMR-ID des Funkfreundes nicht zur Hand haben, kein Problem, eine TMS/SMS an 262993 mit dem Text "INFO DL1ABC" hilft. Man erhält eine automatisch erstellte SMS mit der gesuchten DMR-ID und zusätzlich mit der Angabe wann dieser zuletzt aktiv war. So lässt sich abschätzen ob der Ruf erfolgreich sein wird.

Diese Hinweise führten nicht zum Ziel:

xx xx

GPS mit AnyTone D868UV

Siehe auch:

Bislang keine Information im Internet außer Beschwerden, dass dies mit derzeitigen Firmware nicht funktioniert. (Was sagt der DMR Experte hierzu?)

Menüstruktur im AnyTone D868UV

Contacts

1 Contacts List
    <Liste der Talkgroups>

2 New Contact
    1 Input ID
    2 Input Name
    3 Input Address
    4 Input Callsign
    5 Input State
    6 Input Country
    7 Input Remarks
    8 Ring Set
    9 Save

3 Manual Dial

Messages

1 New Msg
2 InBox
3 OutBox
4 Quick Text
5 Draft

Call Log

1 Sent
2 Answered
3 Missed

Zone

<Liste der im Codeplug definierten Zonen>

Scan List

1 Scan On/Off
2 Scan List

Settings

1 Radio Set
    1 Beep
    2 Back Light
    3 Light Time
    4 Ch.Name
    5 Key Lock
    6 Power Off
    7 TX Timer262993
    8 Max Vol Level
    9 Ear Max Vol
    10 Mic Feature
    11 Language
    12 Menu Exit Time
    13 Intro Display
    14 Main Ch
    15 Sub Ch
    16 Msg Note
    17 Call Ring
    18 Freq step
    19 Ana Aq Level
    20 Power Save
    21 TBST Sel
    22 VOX
    23 Vox Delay
    24 Scan Mod
    25 Mic Level
    26 DTMF Speed
    27 FM Radio
    28 FM Radio Moni
    29 Man Down
    30 Start Up Pwd
    31 Auto Repeater
    32 Key PF1 Short
    33 Key PF2 Short
    34 Key PF3 Short
    35 Key P1 Short
    36 Key P2 Short
    37 Key PF1 Long
    38 Key PF2 Long
    39 Key PF3 Long
    40 Key P1 Long
    41 Key P2 Long
    42 Time Zone
    43 Date Time

2 Chan Set

3 Device Info

Record

GPS

Digi Moni

To be cont'd...

Ungeklärte Fragen – teilweise beantwortet

  1. Frage: Was bedeutet die Anzeige "C01" oben rechts im Display des AT-D868UV?

    Antwort: dies der für den jeweiligen Kanal definierte Color Code, hier also Color Code = 01.

  2. Frage: Wie versendet man eine Message mit dem AT-D868UV? Alle Versuche waren bislang erfolglos genauso wie die Suche nach einer Schritt-für-Schritt Anleitung für AT-D868UV, siehe Abschnitt SMS-Service-Nummern im BM-Netz. Welche Voraussetzungen benötigt man? Auf BrandMeister kann man jedenfalls nur 4 Gerätetypen eintragen; das AT-D868UV habe ich zuerst einmal als anderes chinesisches Gerät eingetragen.

    Vorläufige Antwort: Test müssen derzeit (Stand: 1. Juli 2018) vertagt werden, weil offenbar technische Probleme im BrandMeister Netz den Versand vom SMS unmöglich machen. Davon ist auch die Afrage von Wetterdaten betroffen.

  3. Frage: Im Zusammenhang mit SMS fällt an mehreren Stellen im Internet der Hinweis: die Option "confirmed data call" unbedingt abschalten. Wo gibt es diese Einstellung (AT-D868UV und CPS )? Sowohl im Gerätehandbuch wie auch im Codeplug-Programmierhandbuch kommt dieser Begriff nicht vor, wohl aber bei einem MD380 (memory map).

    Antwort: Im Eingabefenster für die Definition eines Kanals gibt u.a. die folgenden Optionen


  4. Frage: Wie kann man die Echo-Funktion (parrot) auf dem Repeater nutzen (Anleitung Schritt-für-Schritt)? Alle Versuche sind bislang fehlgeschlagen. Aus dem BM-Handbuch:

    Modulations Test sollte nicht auf der TG262 gemacht werden, da damit in ganz DL die Sender aktiviert werden. Besser ist es den Papagei, also die Echo-Funktion zu nutzen. Dazu sucht man sich ein freies Relais und darauf einen freien Timeslot 1 oder 2. Nun wird am eigenen Funkgerät ein PrivatCall ausgeführt auf die DMR-ID 262997. Dazu geht man im Menü seines Funkgerätes zum Adressebuch und nutzt vieleicht den Manual-Dail oder man hat sich einen Kontakt angelegt namens Echo-Test und die ID 262997 als PrivateCall hinterlegt. Das Ergebiss ist, das Gesprochene wird noch einmal wiedergegeben.

    Antwort: Eine Schritt-für-Schritt Anleitung findet sich im Abschnitt Nutzung der Echo Funktion bei BrandMeister.

  5. Frage: Soll man wirklich für jeden Repeater-Kanal einen Verweis auf die Receive Group Call List hinterlegen, in der alle möglichen TalkGroups zu einem Time Slot erfasst sind? Angenommen ich habe gerade auf den Kanal mit TS2 TG9 (Local) geschaltet. Dann würde ich gerade ein QSO auf TG262 (DL) hören. Muss ich dann erst auf TS2 TG262 (DL) umschalten, um mich dort einzuklinken? Oder kann ich trotz falscher TG sofort (wie lange?) mit der PTT mich auf TG262 melden und der Repeater korrigiert dies? Können/sollen in der Receive Group Call List alle TGs hinterlegt werden, also für beide Netze bei DB0WA und alle Time Slots? Was sind die Konsequenzen?

    Antwort: siehe Abschnitt "Optionale Verwendung einer Receive Group List".

  6. Mehrfach gesehen: DB0WA sendet, es poppt nur kurzzeitig ein "Call End" auf, aber gehört hat man nichts. Danach sieht man auch eine DMR-ID durchs Bild laufen. Dieser OM unterhält sich offenbar mit einem anderen, den man sehr gut und vollständig hören kann. Dieses Verhalten konnte bislang nur auf TS2 TG262 beobachtet werden. Wieso läuft die Kommunikation nur einseitig? Was kann man tun?

  7. Frage: Wie kann man GPS-Daten zu aprs.fi übertragen (Schritt-für-Schritt Anleitung)?

    Anm.: einige Stimmen im Internet verweisen hier auf eine unzureichende Firmware beim AnyTone D868UV.

  8. Woher weiss das BrandMeister-Netz, über welchen Repeater jemand mit seiner DMR-ID erreichbar ist (z.B. für den Versand von Message)? Konkret: Muss hierzu einmal die PTT beim Einschalten des Handfunkgerätes gedrückt werden, damit der Repeater und dann das Netzwerk diese Information erhält? Wie lange hält der Repeater bzw. das BM-Netzwerk diese Information vor? Wie erfährt man, wie aktuell diese Information ist?

  9. Frage: Wie baut man über Repeater eine Verbindung zu einem bestimmten OM auf, sofern dieser sich kürzlich einmal mit (s)einem Repeater verbunden hat?

    Antwort: siehe Abschnitt "Aufbau eines Private Call via Repeater"

  10. Frage: Wenn ein DMR Simplex QSO aufgebaut wurde, warum erscheint dann bei der angerufenen Station TG 20503 im Display? Man sollte doch TG" 16777215" (= All Call) erwarten.

  11. Frage: Warum ist 70cm DMR DB0WA feldstärkemäßig deutlich stärker als 2m? Beobachtet bei DL0BAC, allerdings mit der nur rudimentären Feldstärkeanzeige von 4 Balken auf einem AnyTone D868UV.

    Antwort: Auf dem 2m Band wird mit weniger als 2 Watt ERP gesendet (Einschränkung durch die Bundesnetzagentur), auf 70cm darf bis zu 5 Watt verwendet werden. Die genauen Werte müssen beim Relais-Verantwortlichen angfragt werden.

FAQ

Unkontrollierter Kanalwechsel

Q: Hin und wieder läßt sich festellen, dass während der Navigation durch die Menüs eines DMR Handfunkgerätes der Kanal gewechselt wird. Dieses Phänomen tritt sporadisch auf; es läßt sich nicht gezielt auslösen. Woran kann dies liegen?
A: Vermutlich ist im betroffenen Gerät die Funktion "Revert Channel" in der Definition des Kanals hinterlegt, auf den das Gerät hin und wieder springt. Dies ist eine Funktion speziell für Betriebsfunkgeräte, mit deren Hilfe die Zentrale informiert wird, wo sich das DMR Gerät befindet. Für den Amateurfunk ist diese Funktion belanglos oder sogar störend und sollte deshalb abgeschaltet sein. Schlimmstenfalls muss die GPS Funktion abgeschaltet werden.

Hinweis #1: dieses Merkmal konnte beim AnyTone D868UV nicht gefunden werden.

Hinweis #2: auf der Webseite zu PI1ZLB ist das Merkmal Revert Channel explizit erwähnt (Stand: Juli 2018):
Dort heisst es u.a.:

De ECHO-functie kan aangesproken worden door een Private Call te maken met 9990.

GPS Revert Channel : Selected   –   GPS Radio-ID : 5057

RRS Revert Channel : Selected

Auszug aus dem "Motorola Mototrbo User Manual: Gps Revert Channel":

The GPS Revert Channel feature allows system operators a configurable option to off load radio transmitted location updates onto a programmed digital channel that differs from the digital Selected Channel. This feature effectively removes Location Update traffic from the Selected Channel in order to free up that channel to accommodate increased voice loads and/or to enhance the user experience by reducing the number of channel busies during voice call requests. This feature also allows a large group to communicate on a single voice channel while sending location updates on multiple GPS Revert Channels to accommodate larger Location Update loads. This increases the Location Update throughput associated with radios belonging to a single group.

Each channel programmed into the radio has a configurable CPS option to designate the GPS transmission channel on which it transmits Location Update messages. The CPS options for the GPS transmission channel are Selected, All, and None. Choosing Selected means that the GPS updates are transmitted on the current channel. In the case of All, a single channel must be chosen from the list of all channels. This chosen channel is known as the GPS Revert Channel and this is where GPS updates are transmitted on. [ ... ]

Siehe auch:

! ! ! Hier fehlt der Erfahrungsbericht von DL9KAW ! ! !

Zeitverzögerung bei Meldung Group Call End

Q: Zwei DMR Handfunkgeräte wurden nebeneinander auf den gleichen Kanal eines Repeaters eingestellt und ein laufendes QSO beobachtet. Dabei konnte man beobachten, dass am Ende eines Durchganges die Meldung "Group Call End" auf einem Gerät deutlich später gezeigt wurde als beim anderen. Woran kann das liegen?
A: Diese Nachlaufzeit wird durch die Einstellung Group Call Hold Time beeinflusst. Beim AnyTone D868UV lässt sich dieser Parameter in der CPS unter Optional Setting finden nach Auswahl des Tabs Digital Fun:



Der hier gezeigte vom Hersteller empfohlene Standardwert von 5 Sekunden hat sich in der Praxis bewährt; Der Wert kann über das Pull-Down-Menü in einem Bereich von 1.. 30 Sekunden angepasst werden.